Auswirkungen der neuen Golfregeln 2019 auf unseren Platz

Aus Wasserhindernis wird Penalty Area, nur ein neuer Name, oder steckt mehr dahinter?

Die neuen Golfregeln ab 2019 wurden im Rahmen unserer Regelabende nun bereits einigermaßen ausführlich vorgestellt, und vor allen für die neuen Penalty Areas kann man nun darüber nachdenken, welche Auswirkungen das auf unseren Golfplatz haben kann.

Grundsätzlich könnte man natürlich sagen, dass die neuen Golfregeln keine Auswirkungen auf den Platz haben „müssen“. Man nennt die Wasserhindernisse nun Penalty Areas und man lässt die gelben und roten Markierungen einfach da wo sie sind. Fertig.

Kann man so machen, aber so hat man sich das genau nicht gedacht, als man die Umbenennung durchgeführt hat.

Die Penalty Areas bieten nun die Möglichkeit, auch schwierige, unübersichtliche Bereiche einzubeziehen, die nichts mit Wasser zu tun haben. Natürlich ist das unter anderem auch gemacht worden, um das Spiel zu beschleunigen.

Aber es wird auf fast jeden Platz auch Bereiche geben, wo es wirklich sinnvoll ist, daraus eine Penalty Area zu machen. Man muss sich schließlich das Golferleben nicht unnötig schwer machen.

Im Zuge der Einführung der neuen Golfregeln im Jahr 2019 hat sich der Spiel- und Vorgabenausschuss gemeinsam mit dem Platzausschuss auf einige Änderungen der Bereiche auf dem Golfplatz verständigt. Um das Spiel auf dem Platz zu beschleunigen, sportlich fairer zu gestalten und gleichzeitig klarer in Bezug auf die Regelauslegung zu machen, wurden einige Änderungen beschlossen und nunmehr umgesetzt. Bei einer Platzbegehung mit einem Vertreter des DGV wurde überprüft, ob die vorgenommenen Platzanpassungen nicht gegen eine Golfregel verstoßen würden.

Hauptaugenmerk für die Platzierung der neuen Penalty Areas wurde auf Bereiche der Bahnen gelegt die blind (nicht einsehbar) sind und einen „mittelguten“ Schlag überproportional hart bestrafen würden, ohne das für den Spieler sofort erkennbar ist, dass sein Ball im Aus ist.

Dennoch sehen wir alle Platzanpassungen die bislang vorgenommen wurden nicht "in Stein gemeißelt". Sollten es sich in der Saison 2019 zeigen, dass einzelne Penalty Areas nicht nötig, oder an einer anderen Stelle besser platziert wären, werden wir natürlich reagieren. Mit den größten Regeländerungen seit Jahrzehnten müssen wir (wie alle anderen Clubs, auch der Golfverband etc.) in 2019 Erfahrungen sammeln und flexibel bleiben bzw flexibel reagieren.

 

Abschließend noch ein kleiner Hinweis auf einen immer wieder kontroversen Punkt auf Golfrunden.

So sagt die Golfregel in 1.3b

„Zustimmung zur „angemessenen Einschätzung“ des Spielers beim Bestimmen eines Orts zur Anwendung der Regeln“

  • Solange der Spieler unternimmt, was von ihm unter den gegebenen Umständen vernünftigerweise für eine genaue Bestimmung erwartet werden kann, wird eine vertretbare Entscheidung des Spielers anerkannt, selbst wenn sie sich nach dem Schlag durch Videobeweis oder andere Informationen als falsch herausstellt.

Das heißt: In unserem Sport (sorry Ladies) auch Gentleman Sport genannt, ist man selbst der eigene Schiedsrichter. Der Spieler legt in eigener Verantwortung den Kreuzungspunkt in eine Penalty Area nach bestem Wissen und Gewissen fest. In den neuen Regeln wird auch in diesem Zusammenhang von „Schätzen oder Messen“ gesprochen. Die Verantwortung liegt also ausschließlich beim Spieler!

Antonio Catalan

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